 Foto: Jessica Schnittger
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Man könnte von einem Deja-Vu sprechen. Der gleiche Ort,
dieselbe Venue, dieselben Menschen, nämlich Peter Hayes und ich, aber zwei
Jahre und ein Album (Beat the Devil’s Tattoo) später bin ich mal wieder im
Paradiso in Amsterdam und befinde mich erneut auf meiner Mission mit Black
Rebel Motorcycle Club zu sprechen. Aber letztendlich ist es doch überhaupt
nicht wie ein Deja-Vu. Da dies bereits mein drittes Interview mit Peter ist,
könnte man hier davon sprechen, dass aller guten Dinge bekanntlich Drei sind.
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Foto: Angel
Ceballos
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Jetzt mal ganz ehrlich. Ob man jetzt ein absoluter
Musikliebhaber ist oder nicht, meistens ist es doch so, oder? Man steht da,
wartet darauf, dass eine der Lieblingsbands endlich herauskommt und spielt und
was muss man erdulden? Irgend so eine nichtssagende Band, dessen Namen man nie
zuvor gehört hat und den man wahrscheinlich nach diesem Abend auch nie wieder
hören wird. Letztendlich wartet man auf den Moment, in dem sie endlich die
Bühne verlassen, während man, wenn man denn zu den höflicheren Zeitgenossen
gehört,...
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Laura-Mary Carter und Steven Ansell
von den BLOOD RED SHOES waren ja sowas wie das neue Indie-Traumpaar der letzten
Jahre. Da waren diese zwei Kids, angezogen wie du und ich auf dem Dancefloor
und schoben dem mit Handclaps und Twee verweichtem Indiepublikum ganz
unauffällig die etwas härtere Gangart in die iPod Playliste. Die Speerspitze
eines New Loud Movement, zusammen mit Johnossi. Rauhe Hits wie „You Bring Me
Down“ oder „Say Something, Say Anything“ machten das Debüt „Box Of Secrets“ zur
Lieblingsplatte vieler im Sommer 2008 und noch danach.
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Oh weh, MIDLAKE. In meiner
Diskothek zwischen
Michael Jackson und den Midnight Juggernaughts haben sie‘s nicht
einfach. Zu leicht
wandert der Finger im Regal an dieser Passage mit Überdruss vorbei.
Völlig zu
Unrecht. Denn MIDLAKE spielen Musik aus einer anderen Welt. MIDLAKE
sind sowas
wie der musikalische Genklumpen, aus dem später mal der Nachkömmling
von Michel
Gondry und Spike Jonze geklont wir.
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Es gibt so viele Mitsing-,
Mitklatsch und Mitwipp-Songs auf dieser Welt. Wie schön, wenn dann Bands
auftauchen, bei denen der Hörer noch zum bewussten Hinhören animiert wird. ADOLAR
haben sich den Anspruch auf die Fahne geschrieben. Tanzmusik. Pfff… kann ja
jeder. Chargierend zwischen Punk, Hardcore und dem um die Jahrtausendwende so
populären Independent Rock, sind ADOLAR beileibe nicht jedermanns Darling.
Wollen sie aber auch nicht.
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