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Eins weiß Hobo Highbrow ganz genau: der Nobelpreis ist
ihm sicher! Das einzige Problem des Schriftstellers ist nur: er hat seit zehn
Jahren nichts mehr veröffentlicht! Stattdessen ärgert er sich täglich bei einer
Osloer Tageszeitung als Korrekturleser über die mangelhaften Grammatik- und
Rechtschreibkenntnisse der Redakteure, bis er eines Tages seinem Chefredakteur
ein wenig zu hart auf die Füße tritt und dieser ihn feuert. Doch anstatt nun die
freie Zeit zum Schreiben zu nutzen, stolpert er zusammen mit seinen zwei besten
Freunden Higgins und Haagen, zwei mehr als seltsamen Vögeln, durch Oslo, immer
die Musik von A-Ha im Ohr, der größten norwegischen Popgruppe überhaupt, wie
Hobo findet.
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Als wäre das alles nicht schon verwirrend genug,
verschwinden auch noch ständig wichtige Gegenstände aus seiner Wohnung: zuerst
seine Schreibjacke, die er mehr als jeden gespitzten Bleistift zum Schreiben
braucht, dann sein Sofa und schließlich sogar die Restausgaben seines letzten
Romans, aus denen er sich eine schöne neue Sitzecke gestapelt hatte. Und zu
allem Überfluss verhält sich Hobos Freundin Helle in letzter Zeit höchst
verdächtig und flirtet vor seiner Nase mit anderen Männern. Sie betrügt ihn,
das steht für Hobo außer Frage! Wie in Gottes Namen soll er denn da bitte den
alles entscheidenden Roman schreiben?!
Bis ihn Helle dann mit der alles entscheidenden Nachricht
konfrontiert und Hobo sich wieder dem Schreiben widmen kann, geschieht
allerdings noch so Einiges im chaotischen Oslo rund um Hobos Lieblingskneipe,
die „Vier Hühner“.
Hobo Highbrow ist neurotisch, ein bisschen selbstverliebt
und irgendwie ganz schön seltsam. Trotzdem kommt man nicht umhin, den skurrilen
Scrabble-Liebhaber und Sprachfanatiker doch irgendwie zu mögen, trotz (oder
gerade wegen?) seiner Besserwisserei und der ganzen Macken und Neurosen.
Dem norwegischen Autor Pal H. Christensen ist mit „Die
Ordnung der Worte“ ein komischer und unterhaltsamer Großstadtroman gelungen.
Auch wenn die Geschichte an einigen Stellen etwas vorhersehbar erscheint, überrascht
sie den Leser dafür an wieder anderen mit unerwarteten Wendungen und skurrilen
Einfällen. Ein kurzweiliges Vergnügen für all diejenigen, die schon Herrn
Lehmann mochten und immer schon einmal wissen wollten, warum A-Ha die
großartigste norwegische Popband überhaupt ist.
http://www.phc.no/
http://www.rockbuch.de/
(Lisa Kreimeyer)
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