| PAL H. CHRISTIANSEN - Die Ordnung der Worte (Rockbuch Verlag) |
Als wäre das alles nicht schon verwirrend genug, verschwinden auch noch ständig wichtige Gegenstände aus seiner Wohnung: zuerst seine Schreibjacke, die er mehr als jeden gespitzten Bleistift zum Schreiben braucht, dann sein Sofa und schließlich sogar die Restausgaben seines letzten Romans, aus denen er sich eine schöne neue Sitzecke gestapelt hatte. Und zu allem Überfluss verhält sich Hobos Freundin Helle in letzter Zeit höchst verdächtig und flirtet vor seiner Nase mit anderen Männern. Sie betrügt ihn, das steht für Hobo außer Frage! Wie in Gottes Namen soll er denn da bitte den alles entscheidenden Roman schreiben?! Bis ihn Helle dann mit der alles entscheidenden Nachricht konfrontiert und Hobo sich wieder dem Schreiben widmen kann, geschieht allerdings noch so Einiges im chaotischen Oslo rund um Hobos Lieblingskneipe, die „Vier Hühner“. Hobo Highbrow ist neurotisch, ein bisschen selbstverliebt und irgendwie ganz schön seltsam. Trotzdem kommt man nicht umhin, den skurrilen Scrabble-Liebhaber und Sprachfanatiker doch irgendwie zu mögen, trotz (oder gerade wegen?) seiner Besserwisserei und der ganzen Macken und Neurosen. Dem norwegischen Autor Pal H. Christensen ist mit „Die Ordnung der Worte“ ein komischer und unterhaltsamer Großstadtroman gelungen. Auch wenn die Geschichte an einigen Stellen etwas vorhersehbar erscheint, überrascht sie den Leser dafür an wieder anderen mit unerwarteten Wendungen und skurrilen Einfällen. Ein kurzweiliges Vergnügen für all diejenigen, die schon Herrn Lehmann mochten und immer schon einmal wissen wollten, warum A-Ha die großartigste norwegische Popband überhaupt ist.
(Lisa Kreimeyer) |
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